Analoge Synthesizer
Die ersten Synthesizer aus den 1950er Jahren waren analoge Klangerzeuger. Anfänglich wurden die Instrumente eher für au?ergewöhnliche Klänge im Film als für melodische Musik genutzt. Die Geräte waren schwer, teuer und in analoger Bauweise konzipiert. Fast alle Geräte waren monophon, was bedeutet, dass keine zwei Töne gleichzeitig gespielt werden konnten. Mit dem Aufkommen der elektronischen Musik gewannen die Synthesizer rasch an Fans und viele Hersteller fingen an eigene Modelle herzustellen. Geräte die mehrere Töne gleichzeitig abspielen können, nennt man polyphon. Solche Synthies arbeiten mit eigenen Oszillatoren pro Ton sowie einer Schaltung, welche unterschiedliche Oktaven ermöglicht. Oszillatoren sind die Herzstücke der analogen Varianten. Sie sind für die Erzeugung der Schwingung verantwortlich, welche dann mit verschiedenen weiteren Bauteilen moduliert wird, um den gewünschten Sound zu erhalten.
Digitale Klangerzeuger
Schaut man sich das Bedienfeld einmal genauer an, so tauchen hier viele Abkürzungen auf, welche auf den ersten Blick unübersichtlich erscheinen. Um den Klang den eigenen Wünschen entsprechend ändern zu können, muss man deren Bedeutung kennen
Die gro?e Vielfalt Vom Drumcomputer bis zum modularen Gerät
Dem allgemeinen Retro-Trend in der Musik folgend, sind auch analoge Synthesizer aktuell wieder sehr beliebt. Obwohl die digitalen Ausführungen viele Vorteile bringen, wie beispielsweise eine gro?e Auswahl an verschiedenen Tönen sowie kleine und leichte Bauformen, ersetzten sie analoge Geräte niemals komplett. Diese werden aufgrund ihres warmen, ehrlichen und manchmal auch eigenwilligen Sounds heute noch gerne eingesetzt. Ein Manko ist jedoch, dass der gerade eingestellte und für gut befundene Sound nicht gespeichert werden kann und mühsam rekonstruiert werden muss, wenn man an Reglern gedreht hat. Hier haben die Digitalversionen mit ihren unzähligen Speichermöglichkeiten klar die Nase vorn. Aus diesem Grund werden heute häufig analoge Synthesizer mit digitaler Speichermöglichkeit angeboten. Geräte wie Korgs Minilogue sind komplett analog im Sound, beherrschen aber Presets zum Abspeichern.
Bauart
Digitale Versionen funktionieren dagegen völlig anders. Hier kommt das Funktionsprinzip der Frequenzmodulation zum Einsatz. Damit ist seit den 70er-Jahren die Erzeugung komplexer Schwingungen möglich. Die ersten Formen wie additive Synthese oder Frequenzmodulation beziehungsweise FM-Synthese sind für viele ikonische Synthie-Sounds verantwortlich. Heute werden diese Formen der Klangerzeugung in Chips simuliert. In digitalen Signalprozessoren, kurz DSPs, können viele Sounds gleichzeitig entstehen. Die Ma?e dieser Bauteile sind sehr gering, was günstig für den Bau von leichten, kompakten Geräten ist. Weitere Methoden der Soundentstehung in digitalen Synths ist das Sampling. Hierzu werden digitale Aufnahmen von echten Instrumenten erstellt, die anschlie?end abgespielt und moduliert werden. Das Physical Modeling beschreibt eine rein mathematische Technik, bei der alle Klänge vom Grund auf in komplexen Strukturen neu berechnet werden. Dies erfordert besonders schnelle Chips mit einer hohen Prozessorleistung. Digital wird dann beispielsweise die Schwingung einer Saite nachgeahmt und berechnet, wodurch ein Klang entsteht.