1. Die Wahl des Systems Universal oder herstellerspezifisch
Wenn Du mit dem Kauf eines Motorrad-Headsets liebäugelst, hast Du die Wahl zwischen verschiedenen Ausführungen. Die günstigste Variante sind Universalmodelle, die mit jedem Motorradhelm kompatibel sind. Nach dem Anbringen des Moduls an der Au?enseite müssen nur noch Kabel unter den Polstern verlegt sowie Mikrofon und Lautsprecher im Inneren angebracht werden. Die Befestigung erfolgt in der Regel mit aufklebbaren Klettpads, sodass Du das Kommunikationssystem bei einem Helmwechsel einfach umbauen kannst. Je nach Helmmodell musst Du eventuell kleine Modifikationen am Styropor vornehmen, was jedoch keine gro?en handwerklichen Fähigkeiten voraussetzt.
2. Kommunikation mit Sozius oder der Gruppe
Eine überaus komfortable, jedoch auch kostspieligere Variante sind Motorradhelme, die bereits ab Werk mit einem Kommunikationssystem ausgestattet sind. Der Einbau entfällt auf diese Weise Mikrofon, Lautsprecher und Antenne sind bereits in die Helmschale integriert. Du musst lediglich die Haupteinheit und den Akku in die dafür vorgesehenen Aufnahmen stecken und schon ist das System einsatzbereit. Der Hersteller Schuberth bietet mit dem Demi-Jethelm Metropolitan 1 und dem passenden SRC-Modul eine ausgereifte Lösung an.
3. Ausstattung und Funktionen
Mit einem Motorrad-Headset sind die einsamen Zeiten unter der Helmschale vorbei. Dank modernster Technik kannst Du dich störungsfrei mit dem Sozius oder sogar mit einer ganzen Gruppe unterhalten. Geräte der Oberklasse, beispielsweise das Cardo Scala Rider Packtalk, ermöglichen die Verbindung von bis zu 10 Teilnehmern. Dabei ist es mittlerweile auch möglich, dass die Fahrer durcheinander reden können. Ein abwechselndes Sprechen, wie etwa bei Walkie-Talkies, ist längst überholt. Auch die Sprachqualität hat sich dank digitaler Technik deutlich verbessert und Störgeräusche sind weitestgehend eliminiert.
4. Verschiedene Möglichkeiten der Bedienung
In nahezu allen Modellen findet die ?bertragung per Bluetooth statt. Hierbei trennt sich jedoch die Spreu vom Weizen. Als Faustregel gilt Je aktueller die Bluetooth-Version, desto besser und sind auch Tonqualität und Reichweite. Zusätzlich dazu findest Du in manchen Oberklassemodellen eine weitere Funktechnologie, mit der eine netzwerkartige Koppelung der Nutzer möglich ist. So können problemlos Distanzen von über einem Kilometer erreicht werden, selbst bei wechselnder Reihenfolge der Fahrer. Bei Cardo hört diese Verbindung auf den Namen DMC (Dynamic Meshwork Communication) und kommt in den Packtalk-Modellen zum Einsatz. Der Hersteller Sena setzt diese Methode unter der Bezeichnung Adaptive Mesh-Networking-Technologie in seinem Spitzenmodell 30K ein. Durch diese Verkettung sind bei entsprechend vielen Teilnehmern laut Hersteller Distanzen von mehreren Kilometern erreichbar.