1. Warum sind Bremsen erneuerungsbefürftig
Bremsen sind für den gefahrlosen Betrieb eines Autos unerlässlich. Im Grunde wandeln sie Bewegungs- in Wärmeenergie um. Dies geschieht durch Reibung und damit durch Verschlei?. Wird die Bremse durch einen Tritt auf das Pedal aktiviert, dann schleifen die eher weichen Bremsbeläge auf einem härterem Werkstoff, der sich zusammen mit den Rädern dreht. Die Beläge nutzen sich bei diesem Vorgang allmählich ab und müssen schlie?lich ersetzt werden. Doch auch das Material, an dem sich die Belege zwecks Drehzahlreduzierung reiben, hält nicht ewig und muss in Form neuer Bremscheiben oder -trommeln getauscht werden.
2. Scheibenbremsen effektiv und wartungsfreundlich
Der Druck im Bremssystem wird hydraulisch übertragen. Die dazu verwendete Flüssigkeit nimmt unerwünscht Wasser aus der Luftfeuchtigkeit auf. Der Vorgang führt zur Korrosion der Bremsanlage und setzt die Wirksamkeit der Bremsflüssigkeit herab. Schlimmstenfalls streikt die Bremse plötzlich, weil das Wasser sich bei hohen Temperaturen in Dampfblasen verwandelt. Der Wasseranteil darf 3 nicht überschreiten, weshalb die Bremsflüssigkeit regelmä?ig gewechselt werden sollte. Sie zählt zu den Betriebs- und Wartungsstoffen. Ob diese Arbeit ansteht, lässt sich mit speziellen Testgeräten ermitteln, die im günstigen Fall schon für um die 10 Euro zu haben sind.
3. Trommelbremsen robust und preiswert
Der gängigste Bremsentyp sind heute Scheibenbremsen. Ihr Siegeszug begann in den 1950er-Jahren. In jener Zeit war der britische Sportwagen Austin-Healey 100 der erste Pkw mit Scheibenbremsen an allen vier Rädern. Sie bieten gute Verzögerung, sind relativ standfest gegen ?berhitzung und leicht zu warten. Bei der Scheibenbremse dreht sich eine Bremsscheibe aus Stahl oder Keramik zusammen mit dem Rad. Die Bremsbeläge liegen beidseitig locker an der Scheibe an, wenn das Fahrzeug normal rollt oder beschleunigt. Sie packen zangenartig zu, wenn sich Druck im Bremssystem aufbaut, weil der Fahrer auf die Bremse tritt.
4. Bremsleitungen und Bremsschläuche
Bei modernen Fahrzeugen wird die Belagstärke elektronisch überwacht und im Armaturenbrett signalisiert, wenn der Wechsel fällig ist. Dies kann, je nach Fahrweise, schon nach 30.000 km der Fall sein. Der Einbau neuer Bremsbelege ist schnell erledigt. Im Gegensatz zu den Belägen überstehen die Bremssscheiben um die 150.000 km. Ihnen kann allerdings auch zusetzen, wenn nur sehr wenig gebremst wird oder der Wagen länger steht. Sie rosten dann heftig, was vom T?V moniert wird. Beim starken Bremsen erhitzen sich die Bremsscheiben. Zur besseren Kühlung gibt es sie innenbelüftet und gelocht. Diese Ausführungen findet man oft bei Sportwagen, bei denen wegen der Hitzebeständigkeit und ausgezeichneten Bremswirkung auch Keramikbremsscheiben zum Einsatz kommen. Diese vertragen rund 1600 C.