In dieser Trilogie wird ein sehr interessantes Thema aufgegriffen. Bereits in der Serie konnte man sehen, dass der nördliche Wasserstamm sehr viel größer und bebauter ist, als die kleinen Siedlungen am südlichen Wasserstamm. Hier besuchen Sokka und Katara ihre Heimat und sind überrascht: Ihre Siedlung ist inzwischen eher eine Stadt – Vertreter des nördlichen Wasserstammes sind gekommen, um ihrem Schwesternstamm bei der Entwicklung unter die Arme zu greifen. Doch in Wahrheit haben sie ein ganz anderes Ziel. Es geht hier um Ausbeutung und das Verdrängen alter Traditionen. Katara und Sokka müssen sich mit vielem neuen abfinden und neu zurechtfinden. Es gibt wieder viele spannende Bändiger-Kampfszenen. Denn natürlich gibt es auch einen Widerstand, der sich gegen die Neuerungen wehren möchte. Der Zeichenstil ist hier, wie gewohnt, lebendig und klar. Die Charaktere sind gut zu erkennen und weisen ihre typischen Verhaltensweisen auf. In Teil 1 kommt Aang gar nicht vor – finde ich aber überhaupt nicht schlimm, denn auch ohne ihn, ist es eine tolle Geschichte. Obwohl es inzwischen sehr viele Comics zu Avatar gibt, werden die Geschichten nicht langweilig. Es gibt immer neue Themen und Probleme, denen sich Team Avatar stellen muss. Ich finde es sehr toll, dass man dadurch die Entwicklung nach dem Krieg erfährt. Oft ist bei solchen Geschichten nach dem Ende des Krieges Schluss. Dabei gibt es noch so viel, das sich verändern muss. Vor allem hier, nach 100 Jahren Krieg, habe die Gesellschaft und der Fortschritt einiges nachzuholen. Diese Comics sind einfach perfekt, um mehr aus der Welt des Avatar zu erfahren und weiterhin daran teilhaben zu können.