Ich gebe offen zu, dass es Themen gibt, die mich mehr interessieren, aber ich finde die Idee, Chemieprodukte im Haushalt einzusparen einfach SUPER!!! Und notwendig, insbesondere für die Umwelt. Bisher habe ich kein Produkt umgesetzt, sondern mich nur damit befasst, wo ich die Zutaten herbekomme. Das will ich hier schnell aufschreiben, damit der nächste weniger Arbeit hat:Natron kann man im 5 kg-Eimer hier für knapp 10 EUR bestellen.Zitronensäure kann auch hier bestellen. Hatte ich noch, deshalb weiß ich den Preis gerade nicht.Reines Soda von Heitmann kriegt man günstig bei DM (deutlich günstiger als hier).(Gesunde) Kernseife (ohne EDTA, allerdings mit Palmöl) gibt es hier von Sonett für 79 Cent (Preis im Laden liegt zwischen 70 und 80 Cent) zzgl. Versandkosten von 3,90 EUR. Mir war lieber, Versandkosten zu zahlen, als lange durch die Stadt zu laufen und zu suchen. Das ist die zweitbeste Empfehlung der Autoren nach einer Seife, die knapp 4 EUR plus Porto kostet, was mir zuviel war.Essig gibt es natürlich in jedem Supermarkt.Ich verwende übrigens schon ganz lange Natron im Haushalt auf vielfältigste Art und Weise und bin davon sehr angetan. Für "schwierige Fälle" habe ich außerdem einen biologischen Universalreiniger "Bio-mex" von Wimex (auch rein biologisch), der Natron eindeutig in der Wirkung schlägt und wirklich Wunder wirkt. Auf den werde ich sicherlich nicht verzichten!!! Gibt es auch hier zu kaufen.Sollte ich wider Erwarten von diesen Rezepten enttäuscht sein, werde ich diese Rezension entweder löschen oder ändern. Ich rechne damit, dass diese selbstgemachten Produkte ein wenig "anstrengender" in der Anwendung sein werden als die Chemieprodukte, was ich für den Umweltvorteil in Kauf nehme. Sollten die Mittel nicht funktionieren oder nur sehr viel schwieriger als Chemieprodukte, werde ich - versprochen! - hier nachbessern!Nachtrag 18. Januar 2017:Ich habe mittlerweile das Handgeschirrspülmittel aus dem Buch umgesetzt: Super! Da ich statt Flüssigseife ein Bio-Spülmittel verwendet habe, läuft das Rezept mehr oder weniger auf eine Verdünnung des Spülmittels plus ein bisschen Natron hinaus. Aber es funktioniert wunderbar und spart auf allen Ebenen deutlich!!! Mein erster Versuch für ein selbstgemachtes Handgeschirrspülmittel war übrigens eine Anleitung von der Homepage mit Kernseife. Das hat mir gar nicht gefallen und habe ich heute entsorgt.Außerdem habe ich das Geschirrspülmaschinenpulver aus dem Buch umgesetzt. Auch klasse! Genauso wie der Vorschlag, Essig in das Klarspülerfach zu tun. (Über Langzeitfolgen für den Geschirrspüler kann ich ja noch nicht berichten, aber insofern verlasse ich mich mal auf den Erfahrungsschatz der Autoren, dass die nicht böse ausfallen.) Allerdings habe ich auch beim Geschirrspülmaschinenmittel erst ein Rezept aus dem Buch mit gekochten Zitronen probiert, was mir nicht gefallen hat.Was ich gelernt habe: Man muss ein bisschen ausprobieren, was für einen selbst funktioniert und was nicht. Aber die Anregungen in diesem Buch sind wirklich Gold wert!!! Ich habe zum Beispiel im Badezimmer immer ein Reinigungsmittel und einen Lappen deponiert, um kurz mal zwischendurch das Waschbecken sauber zu machen. Statt des Reinigers steht da jetzt eine Flasche Tafelessig, und der funktioniert viel besser, weil sich Kalk gar nicht erst ansammeln kann.In diesem Buch gibt es außerdem so viele kleine Anregungen und Tipps, wie man die kleinen Haushaltsprobleme besser lösen kann!!! Ich empfinde das als sehr inspirierend!!! Und zwar nicht nur mit Blick darauf, wie man Chemie im Haushalt reduzieren oder effektiv durch natürliche Substanzen ersetzen kann, sondern auch mit Blick darauf, wie man Verpackungsmüll reduzieren kann. Und gleichzeitig Kosten einsparen kann. In der Wirtschaft sagt man dazu "Win-Win-Situation". Das ist, was dieses Buch ermöglicht. Man muss nur bereit sein, seinen eigenen Weg zu finden und dafür vielleicht auch das eine oder andere Experiment zu wagen, das dann auch mal schiefgehen kann. Aber mal ehrlich: Ist das mit den Produkten der Chemieindustrie auch nur einen Deut anders? Da muss man auch herumprobieren und seinen eigenen Weg finden. Ich empfinde dieses Buch jedenfalls als Riesengewinn, den eigenen Horizont zu erweitern und unabhängig meinen eigenen Weg in Sachen Reinheit zu finden!!! Herzlichen Dank an die Autoren für diese wertvolle Inspiration!!!Nachtrag 8. Mai 2017:Weil mir die Idee dieses Buches am Herzen liegt, lege ich mit einem weiteren Nachtrag nach: Ich habe heute den Bodenreiniger für helle, offenporige Holzböden mit Olivenöl, Essig, Teebaumöl und Wasser nachgemacht und bin BEGEISTERT!!!! Erst war ich skeptisch, weil die Zutaten nach Salatdressing anmuten und genau so sieht auch das Ergebnis aus: Nach öligem Salatdressing. Dann habe ich tief Luft geholt und mir gesagt: Egal, los! Ausprobieren!!! Das Ergebnis ist besser als alles, was ich je mit Produkten der Chemie-Industrie erzielt habe!!! Wichtig ist, dass man den Lappen gut auswringt, damit nicht zu viel Öl auf den Boden gelangt. Und ein bisschen mehr Zeit zum Trocknen braucht es auch. Aber der Boden sieht tippitoppi gepflegt aus!!! Und es fühlt sich super an, hinterher darauf barfuß zu gehen, weil ich weiß: Alles Natur pur!!!Bei Flüssigwaschmittel und Geschirrspülmaschinenpulver hat es sich übrigens bei uns mittlerweile so eingependelt, dass zu mindestens 75% tatsächlich die Varianten nach diesem Buch zum Einsatz kommen. Ab und zu - wenn ich mal ein bisschen mehr "Power" haben möchte - nehme ich auch noch mal einen Geschirrspül-Tab oder "richtiges" Waschmittel. Das Spülmittel, der Weichspüler für die Waschmaschine und der Klarspüler für den Geschirrspüler sind vollständig ersetzt. Die Kosten für dieses Buch dürfte ich jetzt schon raus haben. Nach der heutigen Erfahrung mit dem Bodenreiniger werde ich mich definitiv Schritt für Schritt weiter vorarbeiten. Es fühlt sich einfach gut und richtig an!!!