Jack Londons Bücher liebe ich seit meiner Jugend. Unnachahmlich kann er sich in Menschen und Tiere hineinversetzen und erzeugt so spannende und mitfühlende Bücher. Wolfsblut habe ich seit langer Zeit wieder einmal gelesen und bin genauso begeistert wie seinerzeit als Teenager.Wolfsblut ist ein Wolfshund. Er wird in der Wildnis geboren und als Jungtier von Indianern gefangen. Dort hat er nicht immer ein leichtes Leben. Das Buch erzählt von seinen Erfahrungen und seinem Weg in der menschlichen Welt. Es wird das Leben eines Wolfshundes geschildert, welcher den Drang sich dem Menschen zu unterwerfen wichtiger ist, als der Ruf der Wildnis. Doch wer ist Wolfsblut? Halb Hund – halb Wolf, dies ist wohl die beste Beschreibung. Er wurde in der Wildnis des Nordens geboren, hat sich mit seiner Mutter Kische durchgekämpft, wurde von Menschen gefangen, verkauft, verraten und für Käfigkämpfe eingesetzt. Und schließlich findet er die Wärme des Menschen und wird gerettet.Und das sehr glaubhaft, finde ich. Man folgt dem Tier durch sein Leben voller Schmerz und Freude und versteht seine Gefühle. Ich fand die Geschichte packend und alles toll beschrieben. Man kann sich schon vorstellen das der Autor Jack London vieles erlebt hat.Aus heutiger Sicht liest sich das Buch mit Hinblick auf Tierschutz und das Eindringen des Menschen in die Natur nochmal ganz anders …Der Leser und die Leserin begleiten den Wolfshund von Anfang an, erleben, warum er zum Einzelgänger wurde und kann förmlich seine Angst, seine Wut, seine Verwirrung und seine Vorsicht spüren. Ebenso wird deutlich hervorgehoben, wie grausam Menschen sein können und das nicht nur zu Tieren. Die Geschichte Wolfsblut könnte durchaus auch so passiert sein. Damals waren die Sitten rau und Tiere wurden im Grunde nur solange benötigt, solange sie von Nutzen waren.Jack Londons Roman „Wolfsblut“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie bedingungslose Treue zwischen Mensch und Tier wachsen und bestehen kann, und wie lohnenswert der Einsatz seines letzten Herrn, des Weedon Scott ist, aus dem halbwilden, Wolfsblut einen treuen Gefährten zu machen. Wolfsblut, der aufgrund vieler negativer Erfahrungen Menschen und Tieren gegenüber äußerst misstrauisch ist, muss erst lernen, dass es auch jemanden gibt, der ihm nichts Böses will. Sein Weg ist oft von feindlichen Angriffen gezeichnet – ob es andere Hunde oder Wölfe sind – sie machen ihm seine Rolle als Leitwolf streitig und lassen ihn nicht in Frieden. Nur langsam wächst in ihm Vertrauen zu Scott, was sehr authentisch und glaubhaft wirkt. Als Scott Wolfsblut nach Kalifornien mitnimmt, muss er sich erst an die moderne Zivilisation gewöhnen und begibt sich angesichts der beängstigenden Umgebung vertrauensvoll in die Abhängigkeit seines Herrn. Denn in dieser für ihn völlig neuen Welt kann Wolfsblut weder Freund noch Feind erkennen, noch weiß er, dass er nicht einfach Hühner reißen darf. Trotz allen Schwierigkeiten hält Scott zu Wolfsblut und verteidigt ihn gegen die Anklagen der anderen. Er ist sich sicher, dass Wolfsblut zu zähmen ist und gibt nicht auf – eine großartige Aussage des Romans, die sich seit der Begegnung zwischen Scott und Wolfsblut wie ein roter Faden durch das Buch zieht.Fazit: Ein lesenswerter Roman mit sehr viel Empathie für Tiere
Guter Buch-Klassiker. Meine Tochter 12 Jahre hat das Buch als Schullektüre gelesen und fand es etwas zu grausam geschrieben. Viele getötete Tiere, realistisch beschriebene blutige Tierkämpfe etc. füllen das Buch. Der Disney Film Wolfsblut ist laut meiner Tochter kindgerechter.