Schön erzähltes Hüttenabenteuer, das in den titelstiftenden, wenig bekannten Gebirgszug namens "Verfluchte Berge" zwischen Kosovo und Albanien entführt. Ruhig und nicht effekthascherisch erzählt, teils fast intim, manchmal erheiternd, manchmal hintergründig. Dabei großartige Naturbeschreibungen und ein intensives Wintererlebnis. Mich hats im vollbeheizten Wohnzimmer durchaus mal gefröstelt!
Sie wollen raus in die Natur sich Eins fühlen mit Bergen, Wäldern oder Seen? Es Walden gleichtun und die Natur als Inspirationsquelle nutzen?Ich rate Ihnen zur Vorbereitung zu diesem Dauscher!Nach etwa 100 Seiten wird klar, dass die Natur, oder hier der Berg, den Autor keinesfalls aufnimmt in ihren Schoss und ihn kuhäugig in die Welt starren lässt. Sie fordert den Autor und bringt ihn schier zur Verzweiflung. Der Berg bringt ihn dazu die Welt mit anderen Augen zu sehen und letztendlich beschert er ihm die ersehnte Ruhe.Doch bevor diese einkehrt wird der Autor vor Herausforderungen gestellt. Zu großen Irritationen führt ein herumstreunendes Tier, das Spuren im Schnee hinterlässt, eine gebunkerte Flasche Wein, ein Song von Billie Eilish und fehlende Ablenkung.Dauscher muss gegen Unmengen von Schnee kämpfen und stundenlang in der Dunkelheit vor dem Ofen ausharren, weil er sich ganz auf Benzin und Generator verlassen hat. Der Berg fordert und fördert ihn. Ein tolles Buch, wenn Sie mehr über das Kosovo, Berge, Natur und das Alleinsein lernen und lesen wollen.