1) Formal: Das Buch von C.H.Beck bietet eine Fassung der Abhandlung Wolfgang Röds zum ontologischen Gottesbeweis. Dieser Autor ist auch der Herausgeber der 14 bändigen "Geschichte der Philosophie" beim gleichen Verlag.2) Inhalt: Röd bespricht die wichtigsten Stationen in der Entwicklung des ontologischen Gottesbeweises, also von Anselm über Descartes, Spinoza, Kant und sogar Plantingas neuere Fassung wird erwähnt. Das Augenmerk liegt nicht primär auf der Darstellung der Beweise, vielmehr auf dem Aufweis von Kontinuität zwischen den einzelnen Argumentversionen und den philosophisch-theoretischen Hintergründen der einzelnen Autoren.3) Wertung: Das Buch ist gut lesbar, der Anspruch an das philosophische Verständnis dürfe in etwa mittelmäßig sein. Vielleicht nicht direkt zum Einstieg in die Materie der Gottesbeweise geeignet, aber da diese letztlich ein Spezialgebiet der Philosophie/Theologie sind, kann das Vorwissen sicher vorausgesetzt werden. Insgesamt konnte mich die Darstellung durchaus überzeugen, die Inhalte sind klar und verständlich dargestellt.4) Weiterführend:MACKIE: Das Wunder des Theismus (Behandelt alle Gottesbeweise)