Das Zauberei,inisterium glaubt nach wie vor weder Harry noch Dumbledore, dass Lord Voldemord wieder zurück ist. Bis zum Schluss bleibt es spannend, ob sich die Lsge noch verändern wird oder nicht und das alles während Harry, Ron und Hermione‘s O.W.L.-Schuljahres mit der schlimmsten Professorin überhaupt…
Band V beginnt an einem träg-heißen Sommerabend in Privet Drive. Die fliegensummende Langeweile des Sommers hat sich schwer auf Harry gelegt.Rons und Hermiones Briefe ergehen sich nur in Andeutungen, Sirius kann nichts Neues berichten, über den wieder auferstandenen Voldemort fehlt jede Nachricht. . .Harrys miese Laune läßt ihn zeitweise ausgesprochen frech werden, doch ist dies ein nur schwaches Ventil. . .Die sonst meist recht quälend langweilige gestaltete Atmosphäre bei den Dursleys schlägt diesmal bereits im ersten Kapitel in eine schauerliche Szene um , und gleich darauf scheinen sich die Ereignisse überschlagen zu wollen !Kurz darauf wird Harry mit stattlicher, doch offensichtlich inoffizieller Eskorte mittels Besen an einen mysteriösen Ort gebracht,wo er alte und neue Bekannte trifft. . .Daß sich Minister Fudge seit den Ereignissen des Triwizard Tournament gegenüber Harry ausgesprochen feindselig zeigt, ist unangenehm genug.Schlimmer noch gestaltet sich das fünfte Schuljahr: die neubestallte und bald vom Ministerium mit inquisitorischen Vollmachten ausgestattete Lehrerin für die Verteidigung gegen dunkle Künste macht nicht nur den Schülern - und insbesondere Harry - das Leben zur Hölle. . .Hagrid kehrt nach längerer Zeit mit Wunden und Schrunden bedeckt zurück und erzählt erst nach einigem Widerstreben von seiner Mission, doch scheint er immer noch ein Geheimnis zu hüten.Das dicke Ende - vor allem sein später Zeitpunkt - ist zwar spannend, im Endeffekt aber doch ein wenig unglaubwürdig. Und die neuen Einblicke auf Harrys Eltern. . .?Zwar erklären sie -ein wenig - die Feindschaft von Snape, wirken aber hinzuerfunden und passen nicht recht ins Gesamtbild. Man mag ja in Harrys Alter das Idealbild der Eltern bröckeln sehn oder selbst anfechten, aber die Charaktere so abzuwandeln, tut der Handlung nicht gut.Außerdem scheint auch der pubertierende Harry manchmal doch ein wenig überzeichnet zu sein, seine schüchternen Annäherungsversuche an Cho mal ausgenommen. . .Der - auf vielen Fanwebsites erörterte - angekündigte Tod eines Protagonisten ist merkwürdig halbherzig gestaltet; ein Drehbuchschreiber von "Dallas" könnte die Person wohl durchaus wieder auftauchen lassen, doch deutet nichts von den letzten Seiten darauf hin. Die schmerzliche Erfahrung des Verlustes eines geliebten Menschen läßt Harry merklich reifen, seine überhitzte Flegelphase ist hiermit wohl abgeschlossen.Joanne K. Rowling scheint dieses Buch vornehmlich als Satire gegen eine blinde und herzlose Bürokratie geschrieben zu haben - das Wirken der anderen, der ganz dunklen Mächte aber, wiewohl nicht ohne Überlegung eingeführt, scheint in Anbetracht der Ereignisse des vierten Bandes eigentümlich verschämt.Und schließlich ist die Lage nun, ein Jahr später, gar nicht so viel anders. . .Kommt es im sechsten Band tatsächlich zu einem zweiten Krieg, nachdem der erste nur ein Scharmützel war - oder ist er die Pause vor dem ganz dicken Ende ?