Liebe Gartenfreunde,vergleicht man den GARDENA Blumenzwiebelpflanzer mit den Pflanzern der Konkurrenz, so fällt schon im Bild das abgewinkelte Blech im Bereich des Griffes auf. Das ist der entscheidende Punkt, der dem Griff auch bei schwerem Boden Stabilität verleiht. Zudem ist das Blech vergleichsweise dick.Dieser Blumenzwiebelpflanzer kostet vielleicht das Doppelte, ist jedoch ein Vielfaches wert. Ich hatte zuvor ein Billigwerkzeug, welches sich bereits beim ersten Loch verbogen hat. Mit diesem Pflanzer von Gardena habe ich Pflanzlöcher für einhundert Buchsbäume im schweren Lehmboden ausgestochen und ihn damit einem echten Stresstest unterzogen.Der Durchmesser des Gerätes ist auch etwas größer als das Gerät, welches ich zuvor hatte. Das macht den Einsatz über Zwiebeln hinaus erst möglich. Der Durchmesser des Loches ist auch für große Zwiebeln wie Lilien geeignet.Viele Zwiebeln, wie Narzissen, kann man dagegen auch einfach mit dem Spanten setzten, dazu einen Spalt in den Boden stechen, lockern, Zwiebel hinein und festtreten. Gerade bei schweren Boden ist das Arbeiten mit den Beinen leichter, als das Ausstechen mit den Händen. Es geht auch schneller.Um viele Dutzend Narzissen in der Wiese zu verwildern, bin ich zu einem kombinierten Verfahren über gegangen. Mit zwei Spatenstichen setze ich zwei gekreuzte Spalten und lockere vor. Im Kreuzungspunkt arbeite ich dann noch mit dem Zwiebelpflanzer nach, damit das Loch in der Tiefe breit genug wird. Ein feuchter, aufgeweichter Boden ist dabei ausnahmsweise hilfreich. Ich warte dazu bis in den November oder Dezember.Um Pflanzlöcher für kleinere Setzlinge auszustechen, ist das Gerät für mich persönlich sogar nützlicher als zum Zwiebeln setzen, wie im Falle der Buchsbaumhecke. Praktisch ist das Gerät in kleinen Beeten mit lockerer Erde oder auf dem Friedhof, wenn man keinen großen Spaten mitschleppen möchte.Update:Nach zwei, drei Jahren hat auch dieser Pflanzer schlapp gemacht und zwei Zacken sind verbogen, weil sie Bekanntschaft mit einer Wurzel oder einem Stein in schwerem Lehm gemacht haben. Da hatte ich der Stabilität dann doch zu viel zugemutet. Sind die Zacken einmal verbogen, hilft auch das Geradebiegen nicht mehr, weil das Blech dann zu sehr geschwächt ist.Er hat zwar viel mehr Löcher gestochen als andere Geräte, doch wirklich überzeugen kann auch dieser Pflanzer nicht. Doch was wäre die Alternative? Es müsste noch viel robuster sein und sich mit den Beinen in den Boden treten lassen. Doch auch die Langstiel Zwiebelpflanzer bekommen keine durchgängig glücklichen Rezensionen.Möglicherweise würde ich ihn wieder kaufen, nicht weil er sehr gut ist, sondern das Beste unter dem Schlechten. Tatsächlich glaube ich, dass hier noch Fortschritte in der Entwicklung gemacht werden können. Das habe ich schon bei anderen Gartengeräten geschrieben. Ich wundere mich immer wieder, dass Geräte, die von Milliarden Menschen gebraucht werden, so unausgereift sein können.