Vorwort: Ich versuche mit dieser Rezension hauptsächlich, Kunden zu helfen, die mit dem Gedanken spielen, sich eine SAT>IP-Anlage aufzubauen. Ich bin kein Fachmann. Bei eventuellen Rückfragen kann ich also nicht mit Fachwissen antworten, ich kann lediglich meine eigenen Erfahrungen widerspiegeln. Ich habe mich zunächst in die Thematik eingelesen und muss sagen, dass ich auch mittels Rezensionen anderer Kunden wertvolle Tipps bekommen habe.Projekt: neue TV-AnlageBeschreibung:Für meine neu erworbene Immobilie wollte ich die Fernsehtechnik auf einen neueren Stand bringen. In 3 Zimmern des Hauses befinden sich Antennenbuchsen, die über Koaxialkabel mit der Satellitenschüssel verbunden sind.Mein Wunsch war: wenn ich im Sommer beispielsweise draußen auf der Terrasse sitze, möchte ich trotzdem gerne auf meine TV-Programme, welche in der Schüssel ankommen, zugreifen können. Im Garten / auf der Terrasse habe ich Stromanschluss, aber natürlich keinen Antennenanschluss. Gleiches gilt auch beispielsweise für das Schlafzimmer oder dem Balkon. Im Ess-, Kinder- und Wohnzimmer sind die besagten Antennenbuchsen in der Wand installiert. In allen anderen Räumen eben nicht.Demzufolge habe ich mir darüber Gedanken gemacht, mit welchen Komponenten ich die Satellitenprogramme auch kabellos empfangen könnte. Ich habe mir folgende Konfiguration zusammengestellt und kann vorweg schon mal sagen, dass alle Komponenten hervorragend miteinander harmonieren und das System wie beabsichtigt läuft. Daher findet man meine Rezension mit exakt gleichem Wortlaut auch bei allen Produkten, die zu dieser Konfiguration gehören.Vorhandenes Equipment, bevor ich die Anlage aufgebaut habe: SAT-Schüssel, Quad-LNB, vom LNB abgehendes Koax-Kabel an 3 Antennenbuchsen im Haus, 32“ TV (kein Smart-TV, quasi Flat Screen der ersten Stunde), digitaler SAT-Receiver (wird nun nicht mehr benötigt).Konfiguration:1. AVM FRITZ!Box 74902. Telestar SkyQuatro LNB (ich weiß nicht, ob meine Anlage auch mit dem vorhandenen Quad-LNB funktioniert hätte, da ich aber in einer Rezension eines anderen Kunden gelesen hatte, dass man einen Quatro-LNB benötigt, habe ich den vorhanden LNB gar nicht erst ausprobiert. Ich musste sowieso neue Koaxialkabel auf den Speicher verlegen, da vom vorhandenen Quad-LNB nur 3 Koaxialkabel abgingen).3. Multischalter PMSE 5/8 mit Netzteil – hier werden die 4 Koaxialkabel des Qautro-LNB eingespeist. Die 8 Ausgänge habe ich wie folgt belegt: Anschluss 1 – 4 an den Schwaiger MS41IP, Anschluss 5 – 7 an die bereits vorhandene Koaxialkabelverlegung, die in den oben beschriebenen Räumen in den Antennenbuchsen ankommen.4. Schwaiger MS41IP Satelliten-IP Signal Multischalter – an den 4 Eingängen kommen die 4 Koaxialkabel vom Multischalter an. Der MS41IP wandelt das Satellitensignal in ein computerverständliches Signal um und wird mittels LAN-Kabel weitergeleitet. Da ich vom Dachboden zum Flur auf der Wohnetage kein LAN-Kabel verlegen wollte, habe ich mich für die Weiterleitung mittels des AVM FRITZ!Powerline 1000E Sets entschieden. Bedeutet: kurzes LAN-Kabel vom MS41IP in den Powerline-Adapter und über das Stromnetz an den Router weitergeleitet.5. Panasonic Viera, CXW680er Serie. Der Panasonic verfügt über einen zertifizierten SAT>IP-Client, deshalb habe ich mich für dieses Gerät entschieden. Ich habe ihn aber trotzdem im Wohnzimmer auch an die vorhandene Antennenbuchse angeschlossen. So habe ich nun die Möglichkeit, über den DVB-S-Tuner ein Programm auf einer am Fernseher angeschlossenen WD My Book AV-TV Festplatte aufzuzeichnen und gleichzeitig über SAT>IP ein anderes Fernsehprogramm anzuschauen. Nun braucht man dem Fernseher nur noch sagen, über welche Kanäle das Gerät die Sender suchen soll. In meinem Fall war es DVB-S und SAT>IP. Nach kurzer Zeit hatte der Fernseher auf beiden Empfangskanälen alle Sender gefunden, für mich ein Zeichen, dass sowohl der LNB als auch der Multischalter und der SAT>IP-Server perfekt funktionieren.6. Als nächstes sollte nun das TV-Signal auf meinen mobilen Geräten verfügbar gemacht werden. Beim Notebook habe ich mich für das kleine Programm DVB-Viewer entschieden, beim Smartphone habe ich zwei hervorragende Android-Apps gefunden, nämlich SAT>IP von Elgato und HD+ TV-Guide von HD Plus GmbH. Beide Apps finden den SAT>IP-Server sofort und laufen bisher absolut störungsfrei. Und auch auf dem Notebook hatte ich mit dem Betriebssystem Windows 7 in Verbindung mit dem DVB-Viewer keinerlei Probleme.7. Nun hatte ich noch meinen etwas betagten 32“ Toshiba REGZA Fernseher. Dem hatte ich die Rolle des mobilen Fernsehers zugedacht. Der Fernseher wird hierfür auf einen mit Bodenrollen versehenen Standfuß montiert. Hierdurch ist der Fernseher schon mal beweglich. Um das SAT>IP auf dem Fernseher empfangen zu können, habe ich mich für den Schwaiger DSR51IP Media-Player/Receiver entschieden. Dieses kleine Gerät wird auf der Rückseite des Fernsehers direkt in die HDMI-Buchse gesteckt. Sowohl der Netzstecker des DSR51IP als auch der Netzstecker des Toshiba habe ich mit einer Dreifach-Steckdose verbunden. Wenn nun der Fernseher beispielsweise vom Schlafzimmer auf die Terrasse gebracht werden soll, brauche ich nur noch die Dreifachsteckerleiste ausstöpseln, den Trolley an den Bestimmungsort rollen und dort den Netzstecker wieder in die Steckdose einstecken. Keine weitere Verkabelung, kein sichtbarer Receiver, sofort einsatzbereit und das gesamte Astra-Programm steht mir im gesamten WLAN-Bereich meines Hauses zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil, den ich zuvor überhaupt nicht bedacht hatte: mit dem DSR51IP habe ich nun auch aus meinem Toshiba ein Smart-TV-Gerät gemacht.Wie gesagt, diese Konfiguration läuft bei mir absolut problemlos und störungsfrei. Allerdings habe ich noch keine Langzeiterfahrung. Sollten sich irgendwelche Probleme im langfristigen Betrieb ergeben, werde ich die Rezension gerne aktualisieren. Kaufdatum der oben genannten Produkte (ausgenommen Toshiba) – Oktober / November 2015. Stand der Rezension: März 2016