Vorweg: ich verstehe nichts von Filmen, deshalb sind meine Anmerkungen nicht wirklich qualifiziert. Als Laie würde ich sagen, dass hier zentrale Motive aus dem japanischen Film "Tokyo monogatari" (Die Reise nach Tokyo) variiert werden: Eltern, die ihre weit entfernt lebenden Kinder besuchen und feststellen müssen, dass sie sich voneinander entfremdet haben; die Schwiegertochter, die dabei am ehesten Verständnis für die Eltern hat. Diese Motive sind zentral im ersten Teil von Dörries Film. Im zweiten Teil steht im Zentrum der Handlung der Wunsch des Ehemannes, seiner verstorbenen Frau nahezukommen und ihren nie umgesetzten heimlichen und großen Wunsch zumindest annäherungsweise zu erfüllen. Warum es notwendig war, den ersten Teil zu erzählen, hat sich mir (als Laie, wohlgemerkt) nicht vollständig erschlossen – hätte man das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern nicht auch im Rahmen der Reise, die der Mann (übrigens nach Japan) übernimmt, darstellen können? So wirkt der Film auf mich ein wenig so, als würde er zwei Geschichten auf einmal erzählen wollen, ohne sie leicht und vor allem zwingend miteinander zu verbinden. Davon abgesehen: großartige Schauspieler, zahlreiche spannende und interessante Aufnahmen aus Japan. Ohne solides Filmwissen kann ich dem Film in einer Rezension aber nicht gerecht werden, noch ihn sachlich begründet kritisieren, also in dubio pro reo, um das mal etwas übertrieben auszudrücken – deshalb verdient der Film hier keinen Punktabzug :)